Wie sich das Freizeitverhalten der Schweizer Bevölkerung seit der Pandemie verändert hat – aktuelle Zahlen zeigen einen klaren Trend zu Outdoor, Erholung und Regionalität.
In kaum einem anderen Bereich zeigt sich der gesellschaftliche Wandel so deutlich wie in unserer Freizeit. Die neuesten Auswertungen des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigen klar, dass sich seit der Pandemie sowohl Prioritäten als auch Routinen verändert haben. Die Bevölkerung zieht sich vermehrt ins Private zurück, bleibt aber zugleich auf der Suche nach inspirierenden und naturnahen Erlebnissen.

Freizeitverhalten in der Schweiz: Sehnsucht, Zeitmangel und neue Prioritäten
Was besonders auffällt: Die Schweiz liebt Kultur – doch die Realität sieht oft anders aus. Laut BFS würden nahezu 80 % der Bevölkerung gerne häufiger in Museen, Theater oder ins Kino gehen. Gleichzeitig scheitert dieser Wunsch häufig an den gleichen Hürden: zu wenig Zeit oder das Gefühl, dass man für ein gutes Erlebnis heute tief in die Tasche greifen muss.
SRF beschreibt diesen Widerspruch als «Rückzug ins Private»: Viele Menschen bleiben eher zu Hause, weil der Alltag anspruchsvoller geworden ist und spontane Ausflüge schlicht weniger Platz finden. Die Pandemie hat diese Entwicklung verstärkt – nicht nur durch Einschränkungen, sondern auch, weil man sich an die gemütlichen, selbstbestimmten Stunden in vertrauter Umgebung gewöhnt hat.
Dieser Rückzug bedeutet aber nicht, dass das Interesse an Erlebnissen sinkt. Es bedeutet, dass wir bewusster wählen – und genau jene Freizeitangebote bevorzugen, die sich unkompliziert und flexibel in den Tag einfügen lassen.

Outdoor-Aktivitäten in der Schweiz: Warum sie weiterhin boomen
Trotz aller Veränderungen bleibt eines konstant: Die Schweizer: innen zieht es nach draussen. Spaziergänge, Wanderungen, Ausflüge in die Natur und sportliche Aktivitäten rangieren weiterhin an der Spitze der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. Zwar liegen die Zahlen leicht unter dem Rekordniveau von 2019, doch noch immer gehen über 93 % der Menschen zumindest gelegentlich in die Natur, um abzuschalten, sich zu bewegen oder einfach kurz durchzuatmen.
Was abnimmt, sind dagegen die grossen, lauten, stark besuchten Anlässe: Dorf- und Stadtfeste, traditionelle Umzüge oder Clubnächte verlieren an Kraft. Die Menschen möchten weniger Gedränge, weniger Verpflichtung – und mehr echte Entspannung.
Genau dadurch entsteht eine spannende Dynamik: kleine, gut steuerbare Outdoor-Erlebnisse gewinnen an Bedeutung. Flexibel, zeitlich überschaubar, am besten ohne lange Anreise und gern mit etwas Abenteuerfaktor. Das ist auch der Grund, warum Formate wie Foxtrail in diesen Jahren besonders gut zur Stimmung passen: Sie kombinieren Bewegung, Natur, Spiel und Gemeinschaft, ohne dass man den ganzen Tag oder ein grosses Budget investieren muss.

Kreativität im Alltag
Parallel dazu erlebt die Schweiz gerade eine überraschende Renaissance der kreativen Hobbys. Zeichnen, Malen, Töpfern, Fotografieren – all das boomt, und zwar quer durch die Bevölkerung, besonders aber bei jungen Erwachsenen.

Tagesausflüge: der unterschätzte Motor der Schweizer Freizeit
Ein Blick auf das Reiseverhalten zeigt ebenfalls: Die Schweiz ist und bleibt ein Land für Tagesausflüge. 2024 unternahm jede in der Schweiz wohnhafte Person im Schnitt 8,8 Tagesreisen, davon 90 % innerhalb des Landes. In der Deutschschweiz sind es sogar über 10 Tagesausflüge pro Jahr – ein klarer Hinweis darauf, wie wichtig spontane Kurzabenteuer für die hiesige Bevölkerung sind.
Solche Ausflüge dienen vor allem der Erholung: rauskommen, abschalten, etwas erleben, ohne lange zu planen. Damit ist faktisch ein riesiger Markt für entspannt zugängliche Freizeitangebote entstanden.

Die Jugend: digital, vernetzt – und trotzdem draussen unterwegs
Man könnte meinen, Jugendliche verbringen ihre Freizeit nur noch mit dem Smartphone. Doch die neueste JAMES-Studie 2024 zeigt ein differenzierteres Bild: Digitale Medien und KI-Tools spielen zwar eine zentrale Rolle. Aber wenn junge Menschen ihre Freund: innen treffen, dann geschieht das überraschend oft draussen, beim Sport, während Spaziergängen oder bei gemeinsamen Unternehmungen. Über zwei Drittel der Jugendlichen verbringen mehrmals pro Woche Zeit in der Natur oder bei sozialen Aktivitäten ausser Haus.

Regionalität und Entschleunigung als bleibende Leitplanken
Forschende der Hochschule Luzern beobachten seit der Pandemie eine kontinuierliche Verlagerung hin zu regionalem Konsum, nachhaltigen Entscheidungen und einem Wunsch nach mehr Entschleunigung. Natur wird als Kraftquelle gesehen, die eigene Region wiederentdeckt, kurze Wege bevorzugt. Dieser Trend ist stabil und er zahlt stark auf Outdoor-Erlebnisse ein, die nicht weit entfernt und leicht erreichbar sind.
Foxtrail vereint genau diese Elemente: Bewegung, Rätselspass, Natur oder Stadtentdeckung, spielerische Kreativität und flexible Buchbarkeit. Während grosse Anlässe an Strahlkraft verlieren, bieten solche mikroabenteurlichen Formate die Art von Erlebnis, die Menschen heute suchen: nah, aktiv, überraschend und gut in den Alltag integrierbar.

Quellen
Bundesamt für Statistik (BFS)
- Kultur- und Freizeitverhalten 2024
https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/kultur-medien-informationsgesellschaft-sport/kultur/kulturverhalten.html - Freizeitaktivitäten / ESRK 2024
https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/kultur-medien-informationsgesellschaft-sport/kultur/kulturverhalten/freizeitaktivitaeten.html - Reiseverhalten / Tagesreisen 2024
https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/tourismus/reiseverhalten.html
SRF – Schweizer Radio und Fernsehen
- Rückzug ins Private – Wie die Pandemie das Freizeitverhalten verändert hat (14.11.2025)
https://www.srf.ch/news/schweiz/rueckzug-ins-private-wie-die-pandemie-das-freizeitverhalten-der-schweiz-veraenderte
JAMES‑Studie (ZHAW / Swisscom)
- JAMES‑Studie 2024
https://www.zhaw.ch/de/psychologie/forschung/medienpsychologie/mediennutzung/james/
Hochschule Luzern (IKM)
- Langzeitstudie Konsum- & Freizeitverhalten seit Corona
https://hub.hslu.ch/business-psychology/corona-langfristiger-konsum/






